
Neue Messmethode könnte die Suche nach langlebigeren Batteriematerialien beschleunigen
Ein Forschungsteam hat experimentelle Röntgenmessungen mit Computermodellen verbunden, um das Verhalten wichtiger negativ geladener Teilchen besser vorherzusagen und vielversprechende Materialien gezielter auszuwählen.
Die am 22. September von der University of East London vorgestellte Arbeit untersucht Anionen – negativ geladene Teilchen, deren Elektronenverhalten viele chemische Reaktionen und auch Batteriematerialien beeinflusst.
Mit Röntgen-Photoelektronenspektroskopie wurde gemessen, wie fest bestimmte Atome ihre Elektronen halten. Computermodelle konnten diese Messungen anschließend virtuell nachbilden. Dadurch sollen Forschende das Verhalten potenzieller Materialien besser vorhersagen können, bevor umfangreiche Laborversuche beginnen.
Die Forschenden sehen darüber hinaus die Möglichkeit, aus solchen Daten größere Materialdatenbanken aufzubauen. Diese könnten später auch Machine-Learning-Systemen helfen, Kandidaten für neue chemische Anwendungen schneller einzugrenzen.
Was noch offen ist
Die Methode ist ein Werkzeug der Grundlagen- und Materialforschung. Die Universität beschreibt mögliche Anwendungen für bessere und langlebigere Batterien, aber die Studie belegt noch keine konkrete Batterie mit längerer Lebensdauer. Dieser Unterschied ist für die Einordnung entscheidend.
