
240 Acres werden zum lebenden Labor für Naturerholung
Queen’s University und Bader College starten in East Sussex ein langfristiges Rewilding-Projekt: ökologisch verarmtes Ackerland soll zu einem verbundenen Mosaik aus Grasland, Feuchtgebieten, Gebüsch und Wood Pasture werden – begleitet von Forschung, Lehre und Langzeit-Monitoring.
Das Herstmonceux Castle Estate in East Sussex stellt 240 Acres – rund 97 Hektar – für eine langfristige Naturerholung bereit. Queen’s University, Bader College und das britische Naturrestaurierungsunternehmen Nattergal wollen ehemals landwirtschaftlich genutzte, ökologisch verarmte Flächen schrittweise in miteinander verbundene Lebensräume überführen.

Das Projekt ist zugleich als Forschungs- und Lernort angelegt. Studierende und Forschende sollen unter anderem Biodiversität, Boden, Wasser, Kohlenstoff, Landnutzung und Habitatentwicklung über Jahre verfolgen. Dadurch entsteht nicht nur eine Renaturierungsfläche, sondern ein Ort, an dem dokumentiert werden kann, welche Veränderungen tatsächlich eintreten.
Finanziert werden soll die langfristige Pflege unter anderem über britische Biodiversity-Net-Gain-Einheiten. Eine Conservation Covenant soll die Fläche mindestens 30 Jahre schützen. Das Projekt ist bereits angelaufen; der öffentliche Launch ist für den 25. und 26. Oktober 2026 angekündigt.
Was noch offen ist
Die positiven Ziele sind noch keine gemessenen ökologischen Ergebnisse. Aussagen über künftige Artenvielfalt, Kohlenstoffspeicherung oder Klimaresilienz sind derzeit Projektziele. UAP behandelt sie deshalb nicht als bereits bewiesene Wirkung. Belastbare Aussagen werden erst mit den angekündigten Monitoringdaten möglich.
