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ENERGIE · FORSCHUNG · INNOVATION

Eine Zelle in zwei Richtungen: 3D-gedruckte Wasserstofftechnik geht vom Labor Richtung Markt

Eine Ausgründung der Tampere University kommerzialisiert eine reversible Festoxid-Zelle, die Wasserstoff in Strom und mit Strom wieder Wasserstoff erzeugen kann.

Evidenzstatus: universitäre Forschung + Spin-off-Kommerzialisierung · Drohnen-Praxistest läuft · großskalige Wirtschaftlichkeit noch offenVeröffentlicht 26.09.2026Aktualisiert 26.09.2026

Forschende der Tampere University haben eine 3D-gedruckte reversible Festoxid-Zelle entwickelt. Reversibel bedeutet: Dasselbe Zellkonzept kann im Brennstoffzellenmodus Strom aus Wasserstoff erzeugen und im Elektrolysemodus mit elektrischer Energie Wasserstoff herstellen.

Die 2025 gegründete Universitätsausgründung SMART+IONS arbeitet nun an der Kommerzialisierung. Nach Angaben der Universität wird derzeit die technische Funktion in einer wasserstoffbetriebenen Drohne getestet; weitere mögliche Anwendungen werden für Schifffahrt, Rechenzentren und Energiesysteme vorbereitet.

Der interessante Lösungsansatz liegt in der Verbindung von reversibler Energieumwandlung und additiver Fertigung. Überschüssiger erneuerbarer Strom könnte prinzipiell zur Wasserstoffproduktion genutzt und der gespeicherte Wasserstoff später wieder verstromt werden. Ob die Technologie dabei im großen Maßstab Kosten-, Lebensdauer- und Effizienzvorteile erreicht, muss sich noch zeigen.

Was noch offen ist

Die Universität beschreibt die Technologie als vielversprechend, aber UAP behandelt Aussagen zu Kosten, Leistung und globalem Potenzial nicht als bereits bewiesene Marktergebnisse. Der aktuelle Drohnentest ist ein Entwicklungs- und Demonstrationsschritt; Daten zu Serienfertigung, Lebensdauer und großskaliger Wirtschaftlichkeit müssen folgen.

Quellen & Nachweise

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