
Tiefere Sojawurzeln gehen ins Feld: Forschung testet Klimaschutz und Dürreresilienz zugleich
Das Salk Institute startet mit 18 Millionen US-Dollar Förderung eine dreijährige Feldtest-Phase für Sojapflanzen mit tieferen, stärkeren und kohlenstoffreicheren Wurzeln.
Das Salk Institute hat am 22. September 2026 den nächsten Schritt seines ROOTS-Projekts bekanntgegeben: Tiefer wurzelnde Sojabohnen sollen jetzt unter realen Feldbedingungen darauf geprüft werden, ob sie mehr Kohlenstoff im Boden speichern und zugleich besser mit Trockenheit und Krankheiten umgehen können. Der Bezos Earth Fund unterstützt die dreijährige Testphase mit 18 Millionen US-Dollar.
Das Projekt baut auf sechs Jahren Vorarbeit auf. Nach Angaben des Instituts wurden 900 Pflanzengenome aus sieben Nutzpflanzenarten sequenziert und 347 Genkandidaten identifiziert, die mit Wurzelwachstum und Kohlenstoffspeicherung zusammenhängen. Die Forschenden untersuchen außerdem Suberin – einen kohlenstoffreichen, relativ langsam abbaubaren Bestandteil von Wurzeln.
Der entscheidende Punkt ist jetzt der Praxistest. Feldversuche sollen zeigen, ob tiefere Wurzeln tatsächlich zusätzlichen Kohlenstoff länger im Boden halten, Wasser in tieferen Bodenschichten erreichen und dabei Ertrag und landwirtschaftliche Nutzbarkeit erhalten. Erste Feldresultate wurden für Herbst 2026 angekündigt.
Was noch offen ist
Die zentrale Wirkung ist noch nicht bewiesen. Angaben zu zusätzlicher CO₂-Speicherung beruhen bisher auf früheren Laborergebnissen und Modellierungen; Dauer der Speicherung, Ertrag, Bodenbedingungen und Skalierbarkeit müssen im Feld bestätigt werden. UAP behandelt mögliche Gigatonnen-Szenarien daher ausdrücklich nicht als erreichtes Ergebnis.
