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ENERGIE · PLANET · INFRASTRUKTUR

263 Tiefbohrungen: Yale schließt großes Geothermie-Bohrfeld für Science Hill ab

Ein dichtes Universitätsquartier zeigt, wie Geothermie auch bei wenig Platz skaliert werden kann: Das neue Bohrfeld soll Gebäude heizen und kühlen und fossile Dampfsysteme schrittweise ersetzen.

Evidenzstatus: Infrastruktur-Meilenstein bestätigt · Bohrfeld fertiggestellt · prognostizierte Energie- und Emissionswirkung noch im Betrieb zu bestätigenVeröffentlicht 26.09.2026Aktualisiert 26.09.2026

Yale University meldete am 14. September 2026 den Abschluss der Bohr-, Verfüll- und Verbindungsarbeiten für das Geothermie-Bohrfeld auf Upper Science Hill. Zwischen August 2024 und März 2026 wurden 263 Bohrungen mit jeweils rund 850 Fuß Tiefe erstellt und mit geschlossenen Rohrschleifen ausgestattet. Insgesamt wurden mehr als 88 Meilen Rohr verlegt.

Die technische Besonderheit ist der geringe Platzbedarf an der Oberfläche. Statt alle Bohrungen senkrecht und weit auseinander zu setzen, wurden sie in Winkeln von etwa 5 bis 20 Grad aufgefächert. Yale beziffert die dadurch erreichte Verringerung des benötigten Oberflächen-Fußabdrucks auf ungefähr 44 Prozent.

Das Feld soll an ein neues Thermal Utilities Plant angeschlossen werden und mehrere Forschungsgebäude versorgen. Yale erwartet für Science Hill rund 20 Prozent weniger Gesamtenergieverbrauch und eine Vermeidung von etwa 27.000 Tonnen CO₂-Äquivalenten. Diese Werte sind Planungsprognosen und noch keine gemessenen Langzeitresultate.

Was noch offen ist

Die Fertigstellung des Bohrfelds ist belegt. Die angegebenen 20 Prozent Energieeinsparung und 27.000 Tonnen vermiedene CO₂-Äquivalente sind erwartete Projektwirkungen. UAP kennzeichnet sie deshalb nicht als bereits realisierte Einsparungen. Langzeitdaten aus dem Betrieb stehen noch aus.

Quellen & Nachweise

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